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(Tengwar-Modus für Quenya)

 

Gebrauch     nach oben

Diese Schreibweise der Tengwar ist eine Weiterentwicklung der Sarati, aber als ein neues Schriftsystem anzusehen.
Beim Quenya-Modus sind wie auch bei den Sarati nur die Konsonanten eigenständige Zeichen. Vokale werden als kleine diakritische Zeichen (tehtar) auf dem vorhergehenden Konsonanten dargestellt.

Es ist nicht möglich mit diesem Schriftsystem deutsche, englische oder ähnliche Sprachen wiederzugeben, da die Lautbelegung der Tengwar auf Quenya ausgelegt ist.

Hier trotzdem eine alphabetische Übersicht der Zeichen:

Buchstabe Tengwar
A
C
E
F
H | H | gehauchtes H | HW
I | I (in einem Diphthong)
L | LD | LL
M | MB | MP
N | NC | ND | NG | NGW | NQU | NT | ŋ | ŋW
O
P
Q (CW)
R | R | RD
S | S vor Vokal | SS | SS vor Vokal
T | TH (S)
U | U (in einem Diphthong)
V
W
Y-

 

Verdoppelung der Konsonanten

Die Verdoppelung von Konsonanten erfolgt im Quenya-Modus, wie auch in den anderen Modi, durch einen waagerechten Strich unterhalb der Konsonanten. Beispiel:

P =
PP =
Für Konsonanten, die nicht aus einem telco und einem luva bestehen gilt diese Regel jedoch nicht.
Die Doppelkonsonanten SS und LL habe jeweils ein eigenes Tengwa, wie oben in der Tabelle zu sehen ist.
 

Der Konsonant Y

Steht nach Y ein Konsonant, so wird Y durch zwei Punkte unter diesem dargestellt.
Da diese Regel meist in der Buchstabenkombination KONSONANT + Y + VOKAL angewendet wird muss aufgrund des Vokal-tehta zickzack gelesen werden.

Beispiel: fanyar (Quenya: Wolken)

Steht kein Konsonant vor Y, so bedeuted das im Quenya, dass Y der erste Buchstabe eines Wortes ist. In diesem Fall wird anna, ähnlich wie ein Vokalträger, als "Halter" für die zwei Punkte verwendet.

Beispiel: yassen (Quenya: worin)

 

Die Tengwar für S

Wie in der Übersichtstabelle der Tengwar zu sehen ist gibt es sowohl für S als auch für SS zwei verschiedene Zeichen, wobei je eins nach oben und eins nach unten ausgerichtet ist.
Die Tengwar sind jeweils gleichwertig und die Varianten dienen nur dazu ein tehtar über einem S zu ermöglichen.

Beispiel: tasar (Quenya: Weide)
Beispiel: alasse (Quenya: Freude)

silme nuquerna und esse nuquerna werden auch des öfteren am Ende eines Wortes verwendet. Dies macht man jedoch schlicht und einfach nur um ein schönes Schriftbild zu bekommen.
 

Die Tengwar für R

Auch für den Konsonanten R gibt es zwei verschiedene Tengwar.
Zwischen den beiden Rs gibt es jedoch einen Aussprache-Unterschied. Während rómen für ein betontes R steht wird durch óre ein unbetontes R dargetellt, wie es vor allem am Wortende zu finden ist.

Beispiel: aure (Quenya: Tag)
Beispiel: seler (Quenya: Schwester)

 

Die Tengwar für H

Im Quenya-Modus sind drei verschieden Tengwar für den Konsonanten H bekannt:

   
hyarmen harma halla

hyarmen wird ausschließlich am Wortanfang verwendet, während harma ein geöhnliches H mitten in einem Wort bezeichnet.
halla steht für ein gehauchtes H und wird vor Konsonanten gestellt um sie behaucht darzustellen. Dies war vor allem bei L und R üblich, sodass LH und RH geschrieben wurde.

 

alternative S-Schreibung

Folgt ein S auf einen Konsonaten, so kann dieses S als kleiner Haken am luva des Konsonanten dargestellt werden.
Diese Schreibweise kann je nach belieben angewendet werden und war vor allem in den Verbindungen TS, PS und CS üblich.

Beispiel: lepse (Quenya: Finger)   statt

 

Vokale

Vokale werden im Quenya-Modus als diakritische Zeichen dargestellt, die tehta genannt werden.
Die tehta werden immer auf dem Konsonanten vor dem Vokal platziert, sodass man von unten nach oben lesen muss. Sollte das nicht möglich sein, weil das Wort beispielsweise mit einem Konsonanten beginnt, so werden die Vokalzeichen auf einen Vokalträger gesetzt.
Diphthonge bilden eine Ausnahme, die im nächsten Abschnitt behandelt wird.

Die Verdoppelung der Vokale bedeuted ein gedehtes Sprechen des Lauts. Statt einem waagerechten Strich wie bei Konsonanten verwendet man bei Vokalen einen verlängerten Vokalträger um die länge des Lauts darzustellen.

Im Quenya gibt die, auch uns bekannten, fünf Vokale.
Hier eine Übersicht der Vokaltehtar jeweils auf einen Träger.

A   E   I   O   U   Vokalträger   langer
Vokalträger

 

Der untergestellte Punkt

Im Quenya wird der A-tehta oftmals ausgelassen. So wird statt calma beispielsweise clm geschrieben. Damit nun verständlich beleibt, ob einem Konsonanten ein nicht niedergeschriebes A angehängt werden muss oder nicht, gibt es einen weiteren tehta-Gebrauch des I-tehtas.
Folgt einem Konsonanten kein solches ausgelassenes A, so wird unter diesen ein Punkt gesetzt.

Beispiel: Tarcalion

In dem Beispiel kann man sehen, dass unter dem T kein Punkt ist, da hier ein A hinzugedacht werden muss. Zwischen die Konsonanten R und C gehört hingegen kein A, sodass hier ein Punkt unter das R gesetzt wird.
Logischer Weise wird der untergestellte Punkt nur verwendet, wenn in einem Text auf A-tehta verzichtet wurde.


 
Diphthonge

In Diphthongen wird der zweite Vokal al Tengwar dargestellt, wobei yanta für I und úre für U steht. Die anderen Vokale haben keine eigenständigen Tengwar.
Es gibt sechs Diphthonge, die auf I oder U enden. Dabei wird der erste Vokal auf den Vokaltengwar des zweiten Vokals gesetzt. Daher muss man, im Gegensatz zu normalen Vokalschreibung, hier von oben nach unten lesen.

Folgende Diphthonge werden mithilfe von Vokaltengwar dargestellt:

AI   OI   UI   AU   EU   IU


 

 

weitere Informationen     nach oben

Nachdem der Elb Rúmil von Tirion die Sarati entwickelte hatte wurden diese später von Feanor als Grundlage für ein neues Schriftsystem genommen, das von Prinzip her zwar auf die Sarati aufbaute, aber trotzdem anders gestaltet war.
Die erste Variante der von Feanor geschaffenen Tengwar war der Tengwar-Modus, der als einziger Modus in Valinor entwickelt wurde. Es ist mit diesem Modus nicht möglich Sindarin zu schreiben, da den Elben Amans bei seiner Entwicklung Sindarin noch völlig unbekannt war, und somit nicht berücksichtigt wurde.
Erst später entwickelte Modi, wie der Tehtar-Modus und der Beleriand-Modus erlaubten das Schreiben in Sindarin.

Jedes Tengwa hat, ähnlich wie im Älteren Futhark, einen Namen im Quenya, der zugleich auch eine Bedeutung und den dargestellten Laut vertritt.

Jede Zeile wird nach dem ersten Tengwa mit angehängtem "téma" (sindarin: "Reihe") benannt:

1 2 3 4 5 6   7 8 9
Tincotéma

T
tinco
Metall

ND
ando
Tor

TH (S)
thúle
Geist

NT
anto
Mund

N
númen
Westen

R
óre
Herz, Gemüt

R
rómen
Osten

S
silme
Sternenlicht

H
hyarmen
Süden
Parmatéma

P
parma
Buch

MB
umbar
Schicksal

F
formen
Norden

MP
ampa
Haken

M
malta
Gold

V
vala
Gott, Engel

RD
arda
Reich

S
silme nuquerna
Sternenlicht

H
halla
groß
Calmatéma

C
calma
Lampe

NG
anga
Eisen

H
harma
Schatz

NC
anca
Kiefer

ŋ
ñoldo
Noldo

Y-
anna
Geschenk

L
lambe
Zunge

SS
esse
Sonnenlicht

I
yanta
Brücke
Quessetéma

QU
quesse
Feder

NGW
ungwe
Spinnennetz

HW
hwesta
Brise

NQU
unque
Mulde

ŋW
ñwalme
Folter

W
wilya
Luft

LD
alda
Baum

SS
esse nuquerna
Sonnenlicht

U
úre
Hitze