
(Sindarin-Schreibweise aus Beleriand)
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Die Tengwar von Beleriand sind wesentlich einfacher zu handhaben als der Tehtar-Modus!
Im Gegensatz zu den anderen Modi werden in diesem Modus auch Vokale als eigenständige Tengwar dargestellt.
Lediglich Diphthonge schreibt man, wie auch im Tehtar-Modus, durch diakritische Zeichen. Hier jedoch auf dem ersten Vokal.
Hier nun eine Zeichenübersicht mit einigen (sehr) kurzen Erklärungen:
| Buchstabe |
Tengwar |
| A |
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| B |
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| C | CH |
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| D | DH |
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| E |
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| F (PH) |
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| G | GH |
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| H | gehauchtes H |
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| I |
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| L | LH |
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| M |
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| N | NG |
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| O |
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| P |
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| R | RH (für nicht "gerolltes" R wie in "mir") |
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| S | SS |
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| T | TH |
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| U |
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| V |
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| W (englisches W; deutscher Laut entspricht V)* |
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| Y |
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* Das W entspricht einem englischem W wie in "window". Ein W wie im deutschen "warum" entspricht phonetisch einem V.
Verdoppelung der Konsonanten
Im Tehtar-Modus erfolgt die Verdoppelung von Konsonanten durch einen waagerechten Strich unterhalb der Konsonanten. Beispiel:
| P = |
 |
| PP = |
 |
Für Konsonanten, die nicht aus einem telco und einem luva bestehen gilt diese Regel jedoch nicht.
Der Doppelkonsonant SS hat ein eigenes Tengwa, wie oben in der Tabelle zu sehen ist, während RR in Sindarin nicht vorkommt. Ein LL wie in dem Wort
mellon (Sindarin: Freund) wird einfach durch zwei aufeinanderfolgende L (
lambe) dargestellt.
Obwohl sie aus telco und luva aufgebaut sind fallen die Buchstaben M und N auch der Regelung heraus.
Die Konsonanten M und N
Diese Konsonanten werden, wenn sie vor einem der ersten 4 Buchstaben aus ihrer téma (Reihe) stehen, als Tilde über diesem dargestellt und nicht ausgeschrieben.
Für M gilt dies für die Parmatéma mit P, B, F und V.
N wird vor den Buchstaben T, D, TH und DH aus der Tincotéma zur Tilde.
Die Doppelkonsonanten MM und NN werden durch eine zweiten luva dargestellt und haben somit eigene Tengwar in der Tabelle erhalten (malta und númen).
| MP = |
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MB = |
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MF = |
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MV = |
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MM = |
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| NT = |
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ND = |
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NDH = |
 |
|
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NTH = |
 |
|
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NN = |
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Der Konsonant W
Für den Buchstaben W gilt eine ähnliche Regel wie für M und N.
Ein W wird nach jedem Konsonanten zu eine spiegelverkehrten Tilde, die dann auf den vorherigen Konsonanten gesetzt wird.
| Beispiel: gwaew (Sindarin: Wind) |
 |
Die Tengwar für S
Da es im Beleriand-Modus keine tehta gibt, die Platz über einem S benötigen sind silme nuquerna und esse nuquerna eigentlich überflüssig.
Sie werden jedoch des öfteren am Ende eines Wortes verwendet. Dies macht man jedoch schlicht und einfach nur um ein schönes Schriftbild zu bekommen.
Die Tengwar für H
Im Beleriand-Modus gibt es zwei verschieden Tengwar für den Konsonanten H:
 |
|
 |
| hyarmen |
halla |
hyarmen bezeichnet ein gewöhnliches H, während halla für ein gehauchtes H steht. Leider kenne ich kein Beispiel in dem halla verwendet wird.
Vokale
Im Beleriand-Modus ist jeder Voakl ein eigenständiger Tengwar, wodurch sowohl die tehta des Quenya- und Tehta-Modus keine Verwendung mehr finden. Insgesamt gibt es sechs Vokale, da Y im Sindarin auch als Vokal zählt.
Zur Kennzeichnung langer Vokale wird jetzt ein Strich über den Vokal gesetzt, der ehemalige tehta für E.
| Beispiel: híl (Sindarin: Erbe) |
 |
Bei Diphthongen werden jedoch auch im Beleriand-Modus diakritische Zeichen verwendet.
Diphthonge
Im Sindarin gibt es sechs verschieden Diphthonge:
AE, OE, AI, EI, UI, AU
Zur Darstellung dieser Diphthonge wird das Vokalzeichen des zweiten Vokal verkleinert auf das Vokalzeichen des ersten Vokals gesetzt, sodass von unten nach oben gelesen werden muss.
Bei Diphthongen, die auch E enden ist diese Schreibweise jedoch eher unüblich**, was daran liegen könnte, dass der verkleinerte E-Tengwar oft nur sehr schlecht lesbar ist.
Hier die sechs im Sindarin bekannten Diphthonge:
Der nicht mehr verwendete lange Vokalträger hat im Beleriand-Modus eine besondere Verwendung:
Wenn ein Wort mit einem I beginnt, auf das ein Vokal folgt, so liegt dessen Laut zwischen I und J. In solchen Fällen wird der lange Vokalträger zur Darstellung des Is verwendet.
| Beispiel: iant (Sindarin: Brücke) |
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Die Grundlagen für diese Tengwar bildet der Quenya-Modus, den der Elb Feanor auf Rúmils System basierend entwickelte.
Mit dem Auszug der Noldor nach Beleriand, wo Sindarin gesprochen wurde, entwicklete sich dann der Beleriand-Modus, der Vokale nun als eigene Tengwar behandelte.
Die Tengwar sind, wie auch das Ältere Futhark, in mehreren Reihen angeordnet. Es gibt insgesamt vier Reihen mit je neun Spalten. Diese Reihen weichen teilweise von denen der noldorischen Tengwar ab.
Jedes Tengwa hat, ähnlich wie im Älteren Futhark, einen Namen im Quenya, der zugleich auch ein Quenya-Wort darstellt. Mit der Anpassung der Tengwar an das Sindarin ging jedoch der Bezug der Namen zu den Lauten verloren.
Jede Zeile wird nach dem ersten Tengwar mit angehängtem "téma" (sindarin: "Reihe") benannt:
|
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
|
7 |
8 |
9 |
| Tincotéma |
 T tinco Metall |
 D ando Tor |
 TH thúle Geist |
 DH anto Mund |
 NN númen Westen |
 N óre Herz, Gemüt |
 R rómen Osten |
 S silme Sternenlicht |
 H hyarmen Süden |
| Parmatéma |
 P parma Buch |
 B umbar Schicksal |
 F (PH) formen Norden |
 V ampa Haken |
 MM malta Gold |
 M vala Gott, Engel |
 RH arda Reich |
 Y silme nuquerna Sternenlicht |
 H halla groß |
| Calmatéma |
 C calma Lampe |
 G anga Eisen |
 CH harma Schatz |
 GH anca Kiefer |
 NG ñoldo Noldo |
 O anna Geschenk |
 L lambe Zunge |
 SS esse Sonnenlicht |
 E yanta Brücke |
| Quessetéma |
 quesse Feder |
 ungwe Spinnennetz |
 hwesta Brise |
 unque Mulde |
 ñwalme Folter |
 W wilya Luft |
 LH alda Baum |
 ? esse nuquerna Sonnenlicht |
 U úre Hitze |